sommerdiebe

Diese Buchempfehlung hat unsere Praktikantin Christina Emmel verfasst. Vielen Dank!

Beim Lesen dieses erst nach dem Tod des Autors Truman Capote gefundenen Manuskripts kann es leicht passieren, dass man sich überraschend im New York der vierziger Jahre wähnt.

Grady McNeil ist eine junge Frau aus wohlhabendem Hause, die während der Europareise ihrer Eltern den Sommer alleine in der heissen Stadt verbringt. Sie geniesst das Leben in vollen Zügen und trifft sich regelmässig mit ihrem Freund Clyde, einem jüdischen Arbeiterjungen, der sowohl in Herkunft als auch im Umgang das pure Gegenteil Gradys verkörpert.

Ein interessantes und schönes Buch, das die Atmosphäre New Yorks in den vierziger Jahren wiedergibt. Beim Lesen fällt auf, dass Capote bereits in jungen Jahren ein wacher Beobachter der Gesellschaft war. Durch die schöne und detaillierte Sprache erlebt man das sommerliche und unbeschwerte Gefühl, das der ganzen Geschichte anhaftet, besonders intensiv.

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