Ein Auftragsmörder hat Pech mit Leiche Nummer 66. Die Nummer 66 war ein FBI-Agent. Also muss er flüchten. Raus aus New York. Dahin wo er herkommt. Zurück nach Kroatien. Am Flughafen aber wimmelt es von zivilen Polizisten also muss er sich was einfallen lassen. Er bringt auf der Herrentoilette einen Priester um, der auf dem Weg nach Island ist, um dort in einer TV-Show aufzutreten und nimmt kurzerhand dessen Identität an. In Island muss er dann feststellen, dass er noch nie an einem Ort war, der in so krassem Gegensatz zu seiner Heimat Kroatien steht. Seine einzige Aufgabe ist es, MWA zu machen – möglichst wenig Aufsehen. Ganz schön schwierig als Kroate in Reykjavik. Zum Glück bekommt er Hilfe von zwei isländischen Priestern.
Der isländische Sommer ist wie ein Kühlschrank, den man sechs Wochen offen lässt. Das Licht ist die ganze Zeit an und das Gefrierfach taut, aber richtig warm wird es nie.
Wer sich von dem befremdlichen Titel abhalten lässt, verpasst viel. Die auf dem Klappentext gedruckte Aussage von Christine Westermann: „Ein Buch, bei dem man bei jeder dritten Seite das dringende Bedürfnis hat, jetzt mal eben einem anderen eine Stelle vorzulesen, damit der mitlachen kann“ würde ich als Untertreibung des Jahres bezeichnen.
Dieses Buch hat mir ein äusserst vergnügliches Wochenende beschert. Schon alleine die Tatsache, dass die isländische Sprache für den Nicht-Isländer vollkommen unverständlich ist, birgt Stoff für urkomische Situationen. Sätze wie „Das Mädchen fährt eine Schnellstrasse entlang, die so ähnlich heisst wie Ring Du Mir Die Braut. Die Isländer scheinen die Namen für Menschen und Orte auf fast indianische Weise zu bilden. Dann sagt sie, dass wir gerade durch eine Stadt namens Kopf Ohr gefahren sind.“ (S. 50) haben bei mir zu unkontrollierten Kicher-Anfällen geführt.
Fazit: Herrlich komische Geschichte für Menschen mit einem toleranten Partner. Denn dieser kriegt mehr Textstellen vorgelesen, als ihm lieb sein dürfte……