
Dieser Roman dreht sich um einen kurzen Moment – im Jahr 1974 spannt Philippe Petit in einer lange geplanten, illegalen Aktion ein Drahtseil zwischen den neu gebauten Türmen des World Trade Centers in New York. Er geht, rennt, tanzt über das Seil und bringt die Herzen der Menschen, den Verkehr, das Leben in Manhattan zum Stocken.
Um diesen Moment kreisen die Schicksale einiger Menschen und sind zugleich ineinander verwoben. Corrigan ist ein irischer Pater, der sein Leben den Strassenhuren der Bronx widmet, Cieran sein Bruder, Tillie und Jazzlyn zwei Prostituerte – Mutter und Tochter, Claire eine Dame der Upper Westside, ihr Mann Salomon der Richter, der mit Philippe Petits Fall betraut wird. Die Wege dieser Menschen (und weiterer) schneiden sich auf tragische, hoffnungsvolle, leidenschaftliche Weise.
Dieses Buch ist nicht nur eine liebevolle Auseinandersetzung mit seinen Charakteren und eine Reflexion der Gesellschaft, in der sie leben, sondern wirft auch einen Blick auf die Katastrophe von 9/11 – aus der Vergangenheit, in welcher die Geschichte spielt und aus der Zukunft, in welcher wir uns in Bezug auf 9/11 heute befinden.